Christian Dierstein
Christian Dierstein © Marc Doradzillo

Alone, Alone

Klangspuren
Donnerstag 12.09.2019 20:00
Ort: Großer Saal
Kategorie: Solorezital, Neue Musik

SOLORECITAL 1
Michael Moser, Violoncello (Klangregie: Wolfgang Musil)


Peter Ablinger: Kanon für 1 Violoncello + 5 Delays (2017), UA
Helmut Lachenmann: Pression für einen Cellisten (1969)
Wolfram Schurig: fenster für Violoncello solo (2019), UA
Kompositionsauftrag von Klangspuren Schwaz
Michael Maierhof: Splitting 22“ (4-Kanal Audio und 2-Kanal Video, 2003/04)
Peter Ablinger: Das Blaue vom Himmel ür Violoncello und Elektronik (1995-97)

SOLORECITAL 2
Christian Dierstein, Schlagzeug + Perkussion


Mark Andre: S2 für Perkussion (2015)
Alberto Bernal: Impossible translations #3b für Perkussion und Video (2011), ÖE
Morton Feldman: The King of Denmark für Perkussion (1964)
Klaus Lang: octopus für einen Schlagzeuger (2019), UA
Kompositionsauftrag von Klangspuren Schwaz
Rebecca Saunders: Dust (2018), ÖE

Veranstalter Klangspuren Schwaz
Christian Dierstein
Christian Dierstein © Marc Doradzillo
Zwei instrumentale Uraufführungen Wolfram Schurigs und Klaus Langs stoßen auf Peter Ablingers rauschenden Kosmos. Was passiert, wenn eine solistische Cellostimme aufgezeichnet und durch Zuspielungen sukzessive kanonisch vervielfacht wird? Richtig, der Solist verschwindet allmählich im „Nebel“ seiner eigenen Klänge. „Unendlichkeit in der Endlichkeit, stetiger Anstieg ohne ans Ziel zu kommen“, schreibt Michael Moser über Ablingers neuen Kanon. Von ähnlich vergeblicher Beharrlichkeit sind die stetig wiederkehrenden Klangfiguren in Schurigs Cello-Solo fenster. Gleichsam verlöschend tönen hingegen einige Stücke im zweiten Solo dieses Abends mit Christian Dierstein: Morton Feldmans Schlagzeug-Klassiker The King of Denmark kommt ebenso wenig martialisch daher wie Klaus Langs octopus, in dem sich rasende Rhythmik in flächigen Klang verwandelt.