Die Zertrennlichen
Die Zertrennlichen © HTL Holzmeister

Die Zertrennlichen

Österreichische Erstaufführung / Premiere am 07.10.2018
Donnerstag 16.05. 12:00
Ort: [K2]
Kategorie: Theater für Junges Publikum, Schauspiel
Preise €: 6

ausverkauft
Fabrice Melquiot. Deutsch von Leyla-Claire Rabih und Frank Weigand

Mitwirkende

Grit Lukas , Regie
Markus Braunhofer , Bühne & Kostüm
Philip Henry Brehl  (Romain)
Teresa Waas  (Sabah)
Veranstalter Tiroler Landestheater Innsbruck
Die Zertrennlichen
Die Zertrennlichen © HTL Holzmeister

Ein kleiner Junge sitzt auf einem hölzernen Schaukelpferd in seinem leeren Zimmer. Er sieht, wie der Eisvogel etwas in den Himmel schreibt, hört, wie der bunte Fisch im Aquarium weint, und riecht die Nelken, die auf dem Tisch die Köpfe hängen lassen. Ein kleines Mädchen sitzt mit Federn im Haar in ihrem leeren Zimmer. Sie kennt sich aus mit Indianern. Sie ist selbst eine Sioux. Mit Sioux-Federn, Sioux-Blut, einem Sioux-Herzen. Sie ist eine Dakota. Der Name bedeutet Verbündete. Das heißt, dass man einander nie im Stich lässt.

Romain und Sabah wohnen zwar Wohnblock an Wohnblock, entstammen aber vermeintlich anderen Welten. Romain hat französische Wurzeln, Sabah algerische. Kaum verwunderlich, dass ihre ersten Begegnungen vor dem Hintergrund des vorherrschenden Alltagsrassismus in den jeweiligen Familien nicht ganz reibungslos ablaufen. Eines Tages aber begeben sich die beiden heimlich auf eine Erkundungstour in den Wald. Denn Romain hat Sabah vom Geheimnis der Riesenerdnuss erzählt, die über magische Zauberkräfte verfügt. Und als dann auch noch ein großer weißer Büffel – einer wie aus Sabahs Sioux-Geschichten – durch ihre Siedlung spaziert, wird ihnen eines klar: Dieses Zeichen ist richtig siouxmäßig zu verstehen und bedeutet, dass sie unzertrennlich sind. Erst als aufgrund ihrer innigen Freundschaft die Spannung zwischen den Eltern eskaliert, drohen sie auseinandergerissen zu werden. Ob das Band ihrer Freundschaft den Anfeindungen der Umgebung standhält?

Fabrice Melquiot erzählt in Die Zertrennlichen feinsinnig, voller Poesie und Witz von der Freundschaft zweier junger Menschen, die sich über vermeintlich unüberbrückbare kulturelle Schranken hinwegzusetzen versuchen.