SCREEN & SCORE: E.T.A. Hoffmann - Der Sandmann
Für Saxophon, Klavier und Live-Videokünstler | Details
Im Anschluss an den Vortrag im Kleinen Saal gibt es die Möglichkeit bei einem Getränk an der Bar noch ins Gespräch zu kommen.
Der Eintritt ist, solange Sitzplätze vorhanden sind, frei.
mit
Markus Ender, Forschungsinstitut Brenner-Archiv
Oswald Sallaberger, musikalische Leitung
Schon als sich die DADA-Bewegung im Frühjahr 1916 rund um Hugo Ball im Zürcher Cabaret Voltaire formierte, waren deren Aktionen sowohl von der Auflösung von künstlerischen Formen, Traditionen und Konventionen als auch von einer collagenhaften Neugestaltung geprägt. Der Blick auf die überlieferten Programmzettel zeigt: DADA setzte dabei keineswegs, wie gerne angenommen, nur auf Chaos und Lärm; Literatur, Tanz, Performance und auch Musik verschmolzen vielmehr zu einer radikalen Kunstform, getrieben von einer provokativen Anti-Haltung gegenüber der bürgerlichen Gesellschaft, die durchaus auch politische Implikaturen trug.
Der Vortrag begibt sich auf die Spuren des DADA-Sounds in seinen unterschiedlichen Ausprägungen, beleuchtet die Akteure, kontextualisiert die Werke des Konzertprogramms in Screen & Score: Im Herzen DADA am 6.11.25, liefert Hintergrundinformationen und fragt nach seiner Nachwirkung. Die Reise geht von Zürich über Paris, Dresden und Berlin bis nach Tarrenz bei Imst, wo im Zuge des Aufenthalts von Tristan Tzara, Hans Arp, André Breton und anderen das Manifest Dada au grand air / Der Sängerkrieg in Tirol entstand, zugleich die letzte Nummer der Zeitschrift DADA, mit der provokanten Feststellung Hans Arps: «Die Moral der Idioten und ihren Glauben an Genies finde ich zum Kotzen.»
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