Lasta, Fuhs, Riedl
Lasta, Fuhs, Riedl © Günther Egger

Nyotaimori - Öffentliche Probe

Schauspiel von Sarah Berthiaume. Aus dem Französischen (Québec) von Frank Weigand
Donnerstag 14.11.2019 18:00
Ort: [K2]
Kategorie: Öffentliche Probe
Eintritt frei. Zählkarten online und an der Kassa erhältlich.

Österreichische Erstaufführung / Premiere am 24.11.2019

Mitwirkende

Susanne Schmelcher , Regie
Marion Hauer , Bühne & Kostüm
Marion Fuhs  (Maude)
Ulrike Lasta  (Die Account Managerin, Maudes Freundin, Priya Patel)
Stefan Riedl  (Der Kreative, Benny K. Anderson, Hideaki Komasuto)

Veranstalter

Veranstalter Tiroler Landestheater und Orchester GmbH Innsbruck
Lasta, Fuhs, Riedl
Lasta, Fuhs, Riedl © Günther Egger

Maude ist freie Journalistin, schreibt an einem Dossier über „Berufe der Zukunft“ und arbeitet rund um die Uhr. Da kommt es natürlich zu Konflikten mit ihrer Freundin, die auch einmal Urlaub mit ihr machen will. Ein Roadtrip à la Thelma & Louise schwebt ihr vor. Stattdessen erlebt Maude dann aber einen Trip ganz anderer Art: Im Kofferraum ihres Autos trifft sie auf einen Autostreichler aus Japan und eine Näherin aus Indien.

Sarah Berthiaume schreibt über die großen Zusammenhänge der Globalisierung und zeigt sie an den Einzelschicksalen der westlichen Kreativworkerin, des 65 Stunden in der Woche arbeitenden japanischen Autostreichlers und der 80 Stunden pro Woche nähenden Frau aus Indien, die sogar in der Fabrik schläft. Was die Menschen in diesem Stück verbindet, ist ihre Angst vor der Leere und die große Sehnsucht nach Leben. Eine Sehnsucht, die kein Ziel kennt. Nur Arbeit …

Nyotaimori steht für die extrem ausgefeilte japanische Tradition, Sushi vom regungslosen Körper einer nackten Frau zu essen, was sehr kostspielig und daher wenigen Männern vorbehalten ist. Sarah Berthiaume nennt so ihr Stück, weil es ein ökonomisches System zeigt, das Menschen in Maschinen und Frauen in Objekte verwandelt. Totale Dienstfertigkeit, Zerstreuung und Unterwerfung unter den Kunden inklusive.

Maude:
Und ich mache immer noch nichts. Und ganz langsam werde ich zu einem Kunstwerk. Nein. Nicht mal zu einem Kunstwerk. Bloss zu einem Tisch. Ganz, ganz einfach.