Quatuor Modigliani
Quatuor Modigliani   © Luc Braquet

Quatuor Modigliani

3. Kammerkonzert
Termin:
Dienstag 08.12.20
Beginn 20.00

Ort: Großer Saal
Kategorie: Kammermusik

Preis €:  
Preis €: 39 / 34 / 29
Ermäßigungen im Webshop & an der Kassa
Ausverkauft

Einführungsgespräch 19:00 Uhr

Programm:
Claude Debussy Sonate g-moll für Violine und Klavier
Peter Iljitsch Tschaikowsky Streichquartett Nr. 3 es-moll op. 30
Antonín Dvorák Klavierquintett A-Dur op. 81
Mitwirkende:
Yeol Eum Son , Klavier
Quatuor Modigliani
Amaury Coeytaux, Violine
Loïc Rio, Violine
Laurent Marfaing, Viola
François Kieffer, Violoncello
Veranstalter:
Meister&Kammerkonzerte Innsbruck
Quatuor Modigliani
Quatuor Modigliani © Luc Braquet

Vom Quatuor Modigliani und seinem Innsbrucker Programm können zwei Verbindungslinien zu Tirol gezogen werden: Das Instrument des Cellisten François Kieffer wurde von dem aus Brixen gebürtigen Geigenbauer Matteo Gofriller geschaffen; das dritte Streichquartett Tschaikowskis wiederum legt eine Spur nach Gries bei Bozen. Denn in dem Ort ist der berühmte böhmische Geiger Ferdinand Laub gestorben, der als Professor und Konzertmeister am Moskauer Konservatorium wirkte. Dort spielte er unter anderem die Uraufführungen der ersten beiden Streichquartette Tschaikowskis, der Laub als den „größten Geiger seiner Zeit“ bezeichnete. Auf der Reise zu einem Kuraufenthalt in Meran verstarb der an einer Atemwegserkrankung leidende Virtuose in Südtirol. Als Tschaikowski vom Tod Laubs erfuhr, komponierte er für ihn ein Streichquartett in der düsteren Grundtonart es-Moll. Der besonders expressive erste Geigenpart soll an das ausdrucksvolle Geigenspiel Laubs erinnern.

Der erste Geiger des Quatuor Modigliani, Amaury Coeytaux, wird auf seiner Guadagnini-Violine den Abend mit Debussys Violinsonate eröffnen. Auch über ihr liegt der Schatten des Todes, ist sie doch das letzte Kammermusikwerk des schon schwerkranken Komponisten, der bei der Pariser Uraufführung der Sonate seinen letzten öffentlichen Auftritt als Pianist hatte. Von Debussy führt auch eine Verbindungslinie zu Tschaikowski, bei dessen Förderin Nadeshda von Meck der junge Franzose als Musiklehrer wirkte. Den Klavierpart in der Debussy-Sonate und im melodienseligen Klavierquintett von Ferdinand Laubs Landsmann Dvořák wird die südkoreanische Starpianistin Yeol Eum Son spielen, mehrfache Preisträgerin des berühmten Tschaikowski-Wettbewerbs in Moskau.

„Wunderklang.“
„SÜDDEUTSCHE ZEITUNG“ ÜBER DAS QUATUOR MODIGLIANI

 

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