Titel Musik und Raum. Topologien - Resonanzen - Projektionen
© Rupert Larl

Musik und Raum. Topologien - Resonanzen - Projektionen



"Ein Teil der versammelten Gemeinschaft" Der Standort der Musik im katholischen Gottesdienstraum nach dem Zweiten Vatikanischen Konzil
Mittwoch 23.01. 17:00
Ort: Vorlesungssaal
Kategorie: Lesung

Eintritt frei

Ringvorlesung WS 2018/2019

Konzeption und Organisation: Federico Celestini, Carolin Stahrenberg, Bernhard Steinbrecher

Mitwirkende

Liborius Olaf Lumma , Referent
Veranstalter Haus der Musik Innsbruck
In Kooperation mit Institut für Musikwissenschaft der Universität Innsbruck Universität Mozarteum
Titel Musik und Raum. Topologien - Resonanzen - Projektionen
© Rupert Larl
»Am Anfang ist der Raum, genauer, sind Räume, noch genauer, sind Räume, die mit Luft gefüllt sein müssen. Ist dies gegeben, kann Musik geschehen.« – so beschreibt der Musikpsychologe Klaus-Ernst Behne Raum als die grundsätzliche Bedingung allen Musizierens und aller Hörerfahrung. Musik als körperliches, sinnliches Phänomen ist unmittelbar an das Erleben von Raum geknüpft. Das Phänomen des Raums ist in diesem Sinne allerdings nicht nur ein physikalisches, als Bedingung von Hörbarem – es ist auch ein phänomenologisches und geschichtliches: Gerade die Frage, wie Menschen Raum erfahren, ihm Sinn geben und ihn mit Bedeutungen aufladen, ist unmittelbar mit Musik verknüpft. In diesem Sinne ist Raum auch die Substanz sozialen Erlebens und Gestaltens. Es geht also nicht nur darum, wie Räume als akustisch gebaute Umwelt klingen, sondern auch um die mit ihnen verbundenen musikalischen Routinen, um die räumliche Ermöglichung oder Verhinderung musikalischer Praxen oder die Durchdringung musiktheoretischer, philosophischer und religiöser Konzepte von Raum. Künstlerische Interventionen machen Raum neu erfahrbar, nutzen vorhandene Soundscapes oder gestalten Raum bzw. Räumlichkeit im Medium der Musik. Nicht zuletzt werden mit, durch und in Musik unsere alltäglichen Erlebensräume gestaltet: In Bahnhofsgängen, Opernhäusern, Kirchen, auf Plätzen oder quasi überall mit dem tragbaren Mp3-Player – und im neuen ›Haus der Musik‹? Seine Eröffnung wird zum Anlass, das Phänomen »Musik und Raum« in der Ringvorlesung aus vielfältigen, interdisziplinären Perspektiven zu betrachten.