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Epitaph – Ekstatische Grooves voller Energie

Liebes Publikum,

ich bin Dirigent und musiziere gern von ganz neuer Musik bis Barock. Aber in meiner Jugend war ich Jazzfan. Ich spielte Kontrabass, wie der große Charles Mingus, mein Vorbild. Damals konnte ich eine der ganz seltenen Aufführungen seines opus magnum Epitaph hören und war hin und weg. Zwei Bigbands zugleich, die Musik vielschichtig und voller Energie.

Mingus hat seine Komposition nie so gehört, wie sie klingen sollte, die Uraufführung 1962 misslang, er hat während der Session noch am Stück weitergeschrieben, die Noten waren nicht fertig und er selbst konnte nicht die ganze Zeit dabei sein, weil er Bewährungsauflagen hatte. Mit einer Aufführung letztes Jahr in der Berliner Philharmonie erfüllte ich mir nun einen Jugendtraum: Einmal Epitaph selbst dirigieren, so wie Mingus es sich gedacht hatte.

Die Amerikaner:innen sprechen vom Third Stream, einem Sonderweg zwischen Neuer Musik und Jazz – Epitaph ist das beste Stück dieser Bewegung, teils ist es in Noten fixiert, teils wird improvisiert. Nun freue ich mich sehr auf die Proben und die Aufführung dieses grandiosen Werkes mit jungen Jazz-Virtuos:innen vom Tiroler Landeskonservatorium.

Ich hoffe sehr, dass Sie zu diesem einmaligen Konzertereignis zahlreich erscheinen!

Ihr Titus Engel
Dirigent

PORTRÄT Kaupo Kikkas

HDM IN CONCERT: CHARLES MINGUS – EPITAPH

Ekstatische Grooves voller Energie

DO / 21.3.24
Beginn 20.00 . Großer Saal

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